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Bunty Aur Babli

Komödie. Indien. Hindi
Alternativer Titel Bunty & Babli

Regie Shaad Ali Sahgal
Drehbuch Jaideep Sahni nach einer Story von Aditya Chopra
Produktion Aditya Chopra
Songs Shankar-Eshaan-Loy
Kamera Abhik Mukhopadhyay
Choreografie Vaibhavi Merchant, Bosco-Caesar, Shimak Davar
Darsteller Abhishek Bachchan, Rani Mukherjee, Amitabh Bachchan, Raj Babbar, Aishwarya Rai
Länge 163 Min.

Kinostart 27.5.2005
Trade classification
Superhit
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 6

Humor * * *

Spannung *

Action *

Gefühl *

Anspruch

Erotik *

STORY
Rakesh (Abhishek Bachchan) lebt mit seiner Mutter und seinem Vater (Raj Babbar), einem Bahnkondukteur, in Fursatganj im Bundesstaat Uttar Pradesh (1). Seine Eltern wollen, dass er in die Fussstapfen von Papa tritt, doch Rakesh hat andere Pläne - und reisst von zuhause aus. Unterwegs trifft er Vimmi (Rani Mukherjee), die ebenfalls ausriss: Ihre Eltern (
Puneet Issar, Kiran Joneja Sippy
) wollten sie verheiraten (2). Das Duo erkennt schnell, dass es mit Ehrlichkeit wohl nie ans Ziel kommt. Die zwei beschliessen, eine Zweckgemeinschaft zu bilden (3) - und Leuten Geld abzuluchsen (4). Das funktioniert so gut, dass sie damit reich werden und in Indien als "Bunty und Babli" zu zweifelhaftem Ruhm kommen. Dadurch ziehen sie aber das Interesse des verbissenen DCPs Dashrath Singh (Amitabh Bachchan) auf sich. Der Cop jagt das Gaunerpärchen, das in der Zwischenzeit heimlich geheiratet hat (5), quer durchs Land.

 

REVIEW
"Bunty aur Babli" ist tatsächlich ein Film der verpassten Chancen, wie der Kritiker von Upperstall ihn umschrieben hat. Doch anstatt daran zu versauern, was der Film hätte sein können, sollte man geniessen, was er ist: sommerleichter Masala-Spass mit hohem Charme-Faktor und keinerlei Tiefgang. Er könnte kaum zu einer besseren Jahreszeit laufen. Vielleicht ist gerade diese Hingabe an die Trivialkultur für manche Fans von Saathiya, dem ersten Film von Regisseur Shaad Ali Sahgal (den Nachnamen liess er früher weg), eine kleine Enttäuschung. Der war schwerere Kost, kein Wunder, war er doch ein Remake von Mani Rathnams Alai Payuthey. "Bunty aur Babli" dagegen ist ganz sein Baby und jenes von Autor / Produzent Aditya Chopra (DDLJ). Ein Gute-Laune-Film, dem ein Bollywood-Fan nur schwer widerstehen kann.

Am ehesten vergleichen kann man ihn mit Steven Spielbergs Catch Me If You Can, bei dem er nicht nur die Tricks und die Flucht vor einem besessenen Cop abguckt, sondern gegen Schluss noch etwas mehr. Gemeinsam haben die zwei Filme den federleichten Umgang mit moralisch etwas vom Weg abgekommenen Menschen. Das Duo ist kaum mit "Bonnie & Clyde" vergleichbar, da ihre Taten völlig harmlos sind: Ihren doofen Opfern mag mans gönnen, dass B&B sie ausrauben. Die zwei sind so clever, sie vermieten sogar einem Touristen das Taj Mahal. Deshalb verliert man auch nie die Sympathie für sie - ein wichtiges Element in einem Film, der ganz darauf ausgerichtet ist, dass man die Helden liebt.

Das tat ich voll und ganz. Abhishek war selten zuvor liebenswerter als hier. Manchmal wirkt er zu sehr wie ein Hampelmann und tanzen kann er immer noch nicht (beste Beispiele: "Nach Baliye" und "Kajra Re", doch er verströmt Charme gleich kiloweise. Und trotzdem muss er sich geschlagen geben: von Rani Mukherjee. Der momentane Bollywood-Darling hat für Sahgal schon in Saathiya überzeugt und steht diesmal regelrecht unter Strom. Das macht bereits der erste Song "Dhadak Dhadak" (6) klar, bei dem sie weniger tanzt, als elektrifiziert auf dem Boden herumspringt. Das Energiebündel Rani hält "Bunty aur Babli" auch in den schwächeren Momenten am Leben. Ihr grösstes Manko: Die absichtlich künstlichen Heul-Szenen sind scheusslich. Aber wenn das alles ist, dann kann man sich glücklich schätzen. Und als Bonus gibts drei zärtliche Küsschen (7) für ihren Yuva-Co-Star Abhishek kurz vor dem Lied "Chup Chupke". Weil die Chemie der beiden so gut ist, sind die Lippenbekenntnisse selbst für Bollywood-Verhältnisse ausnahmsweise nicht schlüpfrig.

Von grösstem Interesse sind aber auch zwei Nebendarsteller. Zum einen Amitabh Bachchan, der ein Intro à la Chow Yun-Fat in A Better Tomorrow (8) bekommt. Dies ist sein erster gemeinsamer Auftritt mit Sohnemann Abhishek und es gibt etliche Szenen, die "subtil" darauf hinweisen ("mein Vater ist genau wie sie". Ihre ersten Worte schreiben eigentlich Kinogeschichte und sind trotzdem so schön lapidar (9). Die Chemie zwischen den beiden ist jedenfalls hervorragend. Schade nur, darf Big B nicht etwas länger mit Black-Co-Star Rani Mukherjee verweilen. Dafür tröstet ihn eine andere Dame - niemand Geringeres als Aishwarya Rai (10). In ihrem ersten Item Song seit "Ishq Kamina" in Shakti: The Power zeigt sich die Miss World von der besten Seite: von hinten. Ihr Rücken bekommt beinahe eine eigene Hauptrolle während dem Track "Kajra Re". Dieser lange Song ist schlichtweg genial. Ash wirkt neben den Bachchans winzig (11), und dass sie ihre einfachen Schritte übernehmen muss, zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. Eine der besten Tänzerinnen Bollywoods mit zwei der schlechtesten - aber es funktioniert blendend. Die Qawwali-Nummer verleitet zudem einfach zum Mitschwingen. Nicht umsonst lupft es Amitabhs Schulter am Anfang regelrecht von selbst.

Interessanterweise war das Lied bevor ich den Film gesehen habe, nicht mein Lieblingsstück. Die Ehre kam erst "Dhadak Dhadak" zu, später "Nach Baliye" und nach weiteren Wochen "Chup Chupke". Erst vor wenigen Tagen ging mit "Kajra Re" richtig in die Knochen und nun kann ich sagen, ich liebe jedes einzelne Lied des Soundtracks ("B n B" zählt nicht, weil der Rap in den End Credits läuft). Shankar-Eshaan-Loy haben definitiv einer der besten und eingängigsten Scores des Jahres gezaubert und er passt zu "Bunty aur Babli" wie die Faust aufs Auge. "Kajre Re" ist verbunden mit dem grandiosen Ash-Cameo das pièce de résistance, doch alle Tracks sind toll.

Ist das schon 3½ Sterne wert, könnte man fragen. Mal sehen: Sympathische Akteure, grossartige Chemie, witzige Verkleidungen, einzigartige Lieder, ein von Farben und Energie berstender Look, eine federleichte Story und Rani in Topform? Gar keine Frage: na klar! Der Film mag keinen bleibenden Wert haben und die Story ufert zum Schluss tatsächlich aus. Schlimmer noch: Nach dem Intervall ist sie weder spannend noch frisch genug. Aber das ist bei einem Film dieser Art beinahe sekundär. Auch ich war etwas enttäuscht, dass die zweite Hälfte nicht mehr Pfeffer im Arsch hatte und dass die Tricks, die B & B anstellten (12), nicht ausführlicher gezeigt wurden  - aber man muss bewerten, was man kriegt, nicht was man will. Und ich bekam einen Masti-Entertainer der oberen Güteklasse, der knapp 3½ Sterne wert ist. Am Box Office mauserte sich der Streifen denn auch zum bisher erfolgreichsten Bollywood-Film des Jahres und ist auf dem besten Weg, der vierterfolgreichste des aktuellen Jahrzehnts zu werden (hinter Gadar, K3G und Koi... Mil Gaya). Das qualifiziert ihn als Überraschungshit. Und ich mag es dem drolligen Filmchen gönnen.

 

SONGS
1) Dhadak Dhadak - Attraktiv gefilmter Einstieg mit flottem Gesang von Udit Narayan und Sunidhi Chauhan (13).
2) Bunty aur Babli - Der coole Titelsong (
Blaaze,
Shankar Mahadevan, Loy Mendosa) wird leider in die Handlung eingeflochten und stets unterbrochen.
3) Nach Baliye - Cooler Song von Shankar Mahadevan, Loy Mendosa und Somya Rao, aber der Anfang mit Abi und Rani in SM-Leder ist ein Graus! (14).
4) Chup Chupke - Liebreizender Song mit schönen Locations und den bezaubernden Stimmen von Sonu Nigam und Mahalaxmi Iyer (15, 16)
5) Kajra Re - Ein wunderbarer Qawwali-Track, gesungen von Alisha Chinai und Shankar Mahadevan, bei dem die Schultern von selber zu zucken beginnen.
6) B n B - Die Rap-Fassung des Titellieds ist ziemlich peinlich und der Gedanke, Big B dazu rappen zu sehen, beängstigend - aber für die End Credits ist die Kombo ganz witzig.

 

12.1.07 18:07
 


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