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Kabhi Kushi Kabhie Gham-In guten wie in schweren Tagen

Indien 2001

Regie: Karan Johar

Humor * *

Gefühl * * *

Familiendrama * * * *

Yashovardhan "Yash" Raichand (Amitabh Bachchan) ist einer der reichsten Männer Indiens. Mit seiner Frau Nandini (Jaya Bachchan-Bhaduri) zieht er den Adoptivsohn Rahul (Shahrukh Khan) und den Sohn Rohan gross. Yash hofft, Rahul würde einst die Firma übernehmen und die süsse Naina (Rani Mukherjee), die aus gutem Hause stammt, heiraten. Doch Rahul verliebt sich in die überdrehte Anjali (Kajol). Yash akzeptiert doe Beziehung nicht, da Anjali aus einer armen Familie stammt. Rahul will sich deshab von Anjali trennen. Doch er stösst dabei auf eine Beerdigung: Anjalis Vater (Alok Nath) ist tot. Rahul bringt die Trennung nicht übers Herz und heiratet Anjali an Ort und Stelle. Sein Vater ist derart erzürnt, dass er Rahul und Anjali den Segen verweigert und sie aus dem Haus schmeisst. Zehn Jahre vergehen. Rahul wohnt mit Anjali, ihrem gemeinsamen Sohn, Rahuls Tante DJ (Farida Jalal) und Anjalis sexy Schwester Pooja (Kareena Kapoor) in London. Aus dem dicklichen Rohan (Hrithik Roshan) ist ein attraktiver Cricket-Champ geworden. Als er endlich die ganze Wahrheit über das Schicksal seines Bruders erfährt, fährt er nach London. Er will die Familie wieder vereinen.
Kuch Kuch Hota Hai-Regisseur Karan Johar gelang mit K3G der vielleicht grösste Casting-Coup des jüngeren indischen Kinos. Eine ganze Reihe grosser Bollywood-Stars spielt hier mit- und nicht wie man erwarten könnte gegeneinander. Ein ganz grosses Epos, das sich deshalb auch majestätische 209 Minuten Laufzeit in Anspruch nimmt. In Indien war der Film ein programmierter Hit, in Übersee unter den ausgewanderten Indern (NRI) sogar ein All-Time-Kassenschlager. Ein solcher Erfolg hat natürlich auch Kritiker auf den Plan gerufen hat. In der Tat ist die Lauflänge massiv und die einfache Botschaft ("liebe deine Eltern" nicht nur konservativ, sondern auch recht dünn für ein solches Mega-Projekt.
Doch man sollte K3G nicht zynisch betrachten, sondern muss sich hingeben, denn das Familiendrama ist Bollywood-Kitsch der eindrücklichen, bewegenden und gigantischsten Sorte. Bollywood-Liebling Shahrukh Khan beweist ieinmal mehr, dass er vielleicht nicht der beste Schauspieler Indiens ist, aber die Gefühle der Zuschauer dank enormen Charisma auf seiner Seite hat. So wie er schafft das kein zweiter. In den Szenen mit Kajol ist er gut, doch bei emotionalen Szenen ist er etwas überfordert. Von seinem Co-Star Hrithik Roshan kann man das nicht behaupten. Der Star mit den bestechenden Augen und dem nicht minder eindrücklichen Bizeps ist der heimliche Held in K3G und brilliert in den bewegenden Momenten. Nur seine Fön-Frisur sollte er endlich überdenken. Der erste in den Credits und dritter männlicher Star ist Amitabh Bachchan. Er spielt einmal mehr mit Schwere und Würde auf und ist für diese patriarchalische Rolle eine Idealbesetzung.

Die Mädels: Als Mama und Ersatz-Mama DJ überzeugen Jaya Bhaduri (Amitabhs Frau) und Farida Jalal (KKHH, Lajja). Doch die, die Leute ins Kino holen, sind natürlich die Jungen. Die beste darunter ist Kajol, Shahrukhs Dauer-Co-Star aus KKHH, DDLJ und Karan Arjun - und obwohl ich ihre Comedy-betonte Perfomance zu Beginn nicht besonders mochte, wird die beliebte Schauspielerin mit den betörenden Augen im Film immer besser. In einer etwas kleineren Nebenrolle überzeugt auch die dritte aus dem KKHH-Trio, Rani Mukherjee. Last and least Kareena Kapoor. Ihr Part als schrilles London-Girl ist als Parodie im Stile von "Clueless" gedacht, doch oft wirkt das zu angestrengt lustig. Ich kapiere nicht, wieso so viele Regisseure sie immer als überragende Schönheit im Film einsetzen. Schon in Mujhse Dosti Karoge! (auch mit Roshan) war ihr eitles Getue anstrengend und trotzdem soll sie die lokale Über-Beautysein. In K3G wurde sie zwar nicht deswegen kritisiert, sondern vielmehr wegen ihrem Mangel an Kleidern. Dies fand ich nicht so schlimm, schliesslich spielt sie ein Szene-Girl und ihre Dress-Auswahl soll den "Sitternzerfall" mancher NRIs karikieren.
Doch K3G ist natürlich nicht nur dank den Akteuren ein Knaller. Grösstes Lob geht auch an dem Regisseur, Karan Johar. Der rührt alles mit grosser Kelle opernhaft an. Die letzte Stunde ist eine einzige Welle von Tränendrückern. Ich hab mein Kissen vollgeheult, obwohl die Ereignisse voraussehbar und reichlich pathetisch sind. Johar weiss eben, wie man alles richtig vorbereitet und dann mit maximalem Effekt einsetzt. Subtil ist ein Fremdwort - nur eine Szene (die in der Rahul Rohans Identität aufdeckt) ist gedämpft und gemässigt. Der Rest bleibt weniger eine Story, als eine an einer einfachen Geschichte aufgehängte Aneinanderreihung von Bollywood-Vignetten.
Damit lässt noch ein Thema offen: Die Song-und-Tanz-Nummern. Es gibt hier zwar kein zweites "Kuch Kuch Hota Hai", aber der Titelsong "Kabhi Khushi Khabie Gham" ist sehr schön. Choreographie-mässig tauchen ein paar Highlights auf, wie der zweite Song, "Say Shava Shava", bei dem eine ganze Serie knapp bekleideter Tänzerinnen dabei ist, oder der flotte Punjabi-Song "Yeh Ladka Hai Allah". Die bezauberndste Song-Szene ist wohl "Suraj Hua Maddham
" in Ägypten. Einfach wunderschön. Shahrukh und Kajol sind ein betörendes Paar bei dem Lied. Also, der langen Worte kurzer Sinn: Kitschig, schwülstig, lang - oder: etwas vom Opulentesten und Mitreissendsten, was Bollywood zu bieten hat. Für jeden Fan ganz klar ein Pflichtfilm!

Alternative Titel: K3G; KKKG; Sometimes Happy, Sometimes Sad; In guten wie in schweren Tagen; In Zeiten des Glücks, in Zeiten der Sorge (Übersetzung)

12.1.07 18:11
 


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